Magdeburger Sommer 2020

Das Bündnis „Freie Open-Airs“: Der Sommer nach Corona braucht Freiraum für freie Kultur!

Open-Air 2 Go 2019 (c)2019 OpenAir to go MD

Das Bündnis „Freie Open-Airs“, eine Initiative aus dem Forum der Subkulturen, steht seit Sommer 2019 im Diskurs mit dem Ordnungsamt der Landeshauptstadt Magdeburg. Ziel ist es, für unkommerzielle Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel schnelle und unkomplizierte Genehmigungsverfahren zu erreichen. Dafür wurde im November die “Charta Freie Open-Airs“ übergeben. Für das Frühjahr 2020 wurden von den Verantwortlichen der Stadt Lösungen versprochen. Weitere Gespräche für Januar wurden Behörden-seitig erst in den Februar, dann in den März verschoben. Die aktuelle Corona-Situation macht der Terminkette weiter einen Strich durch die Zeitplanung.

Philipp Kloss, Forum der Subkulturen:
„Die aktuelle Unsicherheit, wann Veranstaltungen wieder möglich werden, lässt keine vernünftige Planung zu. Vieles wird gerade in den Herbst geschoben.“
Die Sommersaison wird mit wenig kulturellen Ereignissen gezeichnet sein. Umso notweniger sind kleine, spontane Events. Dafür brauchen Mitmenschen und Kulturschaffende zeitnah einfache, unkomplizierte Verfahren zur Durchführung von kleinen Events unter freiem Himmel.

Stefan Pooch, Klub Elektrik:
„Wenn Menschen über Wochen nur Zuhause sind, wollen sie danach etwas erleben, Menschen treffen und die Stadt bereichern. Nach der sozialen Distanz muss die Stadt ihren Bürger*innen entgegenkommen wieder kulturelle Nähe zu schaffen.“

Die Forderungen, die von mehr als 30 Magdeburger Initiativen getragen wird, beinhalten u.a. die Anmeldung von Veranstaltung bis 300 Personen innerhalb von 24 Stunden unter freien Himmel. Getränke sollen zum Selbstkostenpreis abgegeben werden und Auflagen wie Sicherheitspersonal und Absperrungen entfallen. Die Akteur*innen des Bündnis Freie Open-Airs wollen, dass das Ordnungsamt den Gesprächsstrang zeitnah wieder aufnimmt. Auch wenn das Amt mit der derzeitigen Situation stark ausgelastet ist, muss die die Kultur der Bürger*innen der Stadt nach Corona ebenso gewährleistet sein, besonders im Hinblick auf die Kulturhauptstadt-Bewerbung.

Mehr Infos gibt es hier:
Kontaktperson Bündnis Freie Open-Airs, Philipp Kloss
 

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